Die Kolophonistinnen





CD HELDINNENLEBEN


Von ihrer ehemaligen Ensembleleiterin und damaligen Celloprofessorin Maria Grün einst liebevoll
„Heldinnen“ genannt, war der Wunschtitel für das vorliegende CD-Projekt rasch gefunden:
„Heldinnenleben“. (...) Wer sind sie nun, diese vier Heldinnen, die in ihrer Einheit das Ensemble
bilden und zum schlüssigen Programmganzen führen?
(Christian Heindl, Gramola CD Booklet, S. 4)

Marlene Förstel steht für die Heldin der Wiener Seele. Sie ist somit gewissermaßen Patin für die
genannten Strauß-Werke und damit die unverzichtbare Seite der heimatlichen Zuordnung der
Kolophonistinnen, die damit schon 2017 im Pausenfilm des Neujahrskonzerts der Wiener
Philharmoniker international Bewunderung erzielten. Freilich sind diese der Tradition verpflichteten
Beiträge gerade durch die aktuellen Fassungen unmittelbar mit unserer Zeit verknüpft und greifen
gewollt Bezüge zu den Mitteln der Filmmusik des 20. und 21. Jahrhunderts auf. Manches eingebaute
Zitat, wie etwa die (...) Anspielung auf den Bösewicht Darth Vader aus der „Star Wars“-Trilogie in der
kolophonistischen Version des „Radetzkymarsches“ hat freilich auch eine humoristische Funktion.
(Christian Heindl, Gramola CD Booklet, S. 5)



Hannah Amann ist die Heldin der Moderne. Sie steht für die in den Programmen immer vertretene
heutige Musik. Es ist dabei (bis dato) nicht so sehr ein Suchen nach avantgardistisch-experimentellen
Tendenzen, sondern das Bekenntnis zu wirkungsvollen Kompositionen, die durchaus auch für ein
breiteres Publikum ein angenehmes und unterhaltendes Hörerlebnis bieten, ohne dass dabei ein
gewisser Anspruch an das Niveau der Werke unterschritten würde. So sind mit „Cellinnen- und
außen“ von Florian Bramböck sowie „Preikestolen“ von Matthias Bartolomey zwei Stücke von
Spitzenmusikern der österreichischen Szene vertreten, die zudem ihrerseits keinerlei
Berührungsängste zwischen den in Wirklichkeit ganz und gar nicht feindlichen Welten von Klassik und
Jazz kennen. (Christian Heindl, Gramola CD Booklet, S. 5)

Als Heldin des Ostens firmiert Elisabeth Herrmann und zeigt uns einen Schwerpunkt, der dem
Schaffen osteuropäischer Komponisten gilt. Eine seltene Originalkomposition in dieser Besetzung
sind die 1935 entstandenen und im selben Jahr in Brüssel uraufgeführten Deux Mouvements pour
quatuor de violoncelles op. 89 von Alexandre Tansman, die ein ausdrucksvolles Adagio cantabile und
ein lebhaftes, durch seine rhythmisch anspruchsvolle Fuge im Mittelteil herausforderndes Allegro
molto risoluto aneinanderstellen. Dazu gesellt sich in diesem Block jenes Arrangement, das die
Kolophonistin Hannah Amann von dem zauberhaften zweiten Walzer aus der Suite Nr. 2 für
Jazzorchester op. 50b von Dmitri Schostakowitsch angefertigt hat.
(Christian Heindl, Gramola CD Booklet, S. 6)



Schließlich fehlt nur noch Theresa Laun als Heldin der Filmmusik. Mitreißend, fetzig – so kennt man
das von Lalo Schifrin stammende Thema aus dem Tom-Cruise-Blockbuster „Mission Impossible“, und
so wird es auch im vorliegenden Arrangement des britischen Cellovirtuosen James Barralet von den
vier Kolophonistinnen zur Wirkung gebracht. Barralet erstellte auch die Bearbeitung von „Por unacabeza“
(Für einen Kopf), einer der bekanntesten Schöpfungen des argentinischen Tango-Sängers
und Komponisten Carlos Gardel, die ursprünglich 1935 für den Film „Tango Bar“ des aus Wien
stammenden Regisseurs John Reinhardt entstanden war und in der Folge in unzähligen Versionen
weltweit bekannt wurde. Was freilich mit der vorliegenden CD nur vor dem inneren Auge vermittelt
werden kann, ist, dass die vier Heldinnen in solch intensiver Tango-Atmosphäre bei ihren Live-
Auftritten ihrem Temperament gelegentlich auch dahingehend freien Lauf lassen, dass sie selber
tanzen und dazu singen. (Christian Heindl, Gramola CD Booklet, S. 6)



Leonhard Roczek (...) Arrangeur des „Radetzkymarsches“ von Johann Strauß Vater und eines
Colophonistic Remix des Walzers „Wiener Blut“ von Johann Strauß Sohn, fasst diese vier Heldinnen in
einem eigenen Stück zusammen, eben dem „Heldinnenleben“. Manches, aber eben nur manches,
wird man darin aus der 1898 entstandenen Strauss’schen Tondichtung Richard Strauß
„Heldenleben“ erkennen. (Christian Heindl, Gramola CD Booklet, S. 5)


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